“Wer bist du?” sagte der kleine Prinz. “Du bist sehr hübsch…”.

“Ich bin ein Fuchs”, sagte der Fuchs.

“Komm und spiel mit mir”, schlug ihm der kleine Prinz vor.”Ich bin so traurig…”.

“Ich kann nicht mit dir spielen”, sagte der Fuchs. “Ich bin noch nicht gezähmt!”. […] “Du bist nicht von hier, was suchst du?”

“Nein”, sagte der kleine Prinz, “ich suche Freunde. Was heißt, zähmen`?”

“Das ist eine in Vergessenheit geratene Sache”, sagte der Fuchs. “Es bedeutet: sich vertraut machen”. […] “Du bist für mich noch nichts als ein kleiner Knabe, der hunderttausend Knaben völlig gleicht. Ich brauche dich nicht, und du brauchst mich ebensowenig. Ich bin für dich nur ein Fuchs, der hunderttausend Füchsen gleicht. Aber wenn du mich zähmst, werden wir einander brauchen. Du wirst für mich einzig sein in der Welt…”[…]

“Bitte…zähme mich!” sagte er.

(SAINT EXUPERY 1956)

 

Die Person gegenüber in ihren Bedürfnissen wahrzunehmen und anzuerkennen, ist ebenso grundlegend in der Mensch-Tier-Beziehung, wie eine Beziehung anzubieten und entsprechend zu handeln. Tiere schaffen durch ihr authentisches Wesen eine Atmosphäre in der Vertrauen wachsen kann. Im Umgang mit Tieren werden Eigenschaften wie Verantwortung, Verlässlichkeit und ein Gefühl der Selbstwirksamkeit ausgebildet. In der Kommunikation setzen Tiere klare Signale und somit direkte Grenzen, ohne nachtragend zu sein.